Max Abrahms, Doktorand am Stanford University Center for International Security and Cooperation, beschäftigte sich eingehend mit unterschiedlichsten Terrorgruppen und erklärte nun, warum der Krieg gegen den Terror zielsicher ins Nichts führt: Es ist alles ein einziges grosses Missverständnis. Westliche Politiker gehen davon aus,Terroristen würden denken wie sie selbst. Nichts könnte falscher sein. Tatsächlich fand Abrahms, dass Terroristen 1. Zivilisten attackieren, was sich nicht zur Durchsetzung politischer Ziele eignet, 2. Terrorismus als erstes, nicht als letztes Mittel wahrnehmen, etwa demokratisches Vorgehen ausser Acht lassen, 3. keine Verhandlungen mit ihren Feinden führen, selbst wenn das der erfolgversprechendste Weg wäre, 4. pflegen wechselnde politische Überzeugungen, 5. verüben wiederholt anonyme Attentate, was nicht zum Erreichen von Zielen führt, 6. greifen wiederholt andere "Terrorgruppen" aus dem selben politischen Lager an, 7. weigern sich, die Gruppe aufzulösen, selbst wenn das Ziel erreicht, oder unerreichbar wurde. Abrahms erklärt das so: Terrorismus ist ein gruppendynamisches Phänomen. So ähnlich wie die Jugend-Gangs in den kaputten Metropolen dieser Erde. Also keine Cruise Missiles, sondern Sozialarbeiter. Dass diese Erkenntnis wahrscheinlich nie in reale Politik umgesetzt werden wird, liegt an der besonderen Eignung von "Terroristen" zum Feindbild, und damit zum Machterhalt von bestehenden "demokratischen" Regierungen. |
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